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Hallo Flieger, Diskussionsbeiträge der letzten Jahre zum “meinem” Thema gibt es hier. Klick hier
Allgemeine Kommentare zum Thema “Flugleiterei” aus der Diskussion im Forum “Pilot und Flugzeug” sind hier. Klick hier
Letzter Anlaß zur erneuten Rundmail war der Unfall mit 4 Toten Zell am See. Auch die Rundmail ist hier als pdf Datei enthalten (zip-Datei 7 MB)
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Hier folgen einige kompetente Meinungen ab September 2011
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Lieber Eike,
vielen Dank, dass Du die Sache hier nochmals aufgreifst und Dich so deutlich dazu äusserst. Ich stimme Dir zu 100% zu. Warum ich Dir dann schreibe?
1. Um Dich zu bestärken in dem Bestreben es immer wieder zu sagen...
2. Um Dich zu bestärken, dass es andere gibt die genau so denken...
3. Um Dir mitzuteilen warum ich so denke und welche Erfahrungen ich habe...
4. Um Dir mitzuteilen, wie Funksprüche effizient gemacht werden (keine Kumba ja my lord prosa)
Zu 3.) Ich bin seit fast 26 Jahren bei der Luftwaffe und davon war ich viele Jahre als Fighter Controller, Lehrer, Prüfer, CRM Trainer, CRM Assesor oder Sachkundiger tätig.
Eine unserer Aufgaben im Einsatzführungsdienst der Luftwaffe ist es, innerhalb extrem kurzer Zeit sehr viel Informationen an sehr viele Flugzeuge in extremen Situationen zu Übermitteln (Luftkampf). Das ganze nennt sich Broadcast Control.
Ich bin aber auch Ul Pilot, PPL A-N FI und PPL A JAR-FCL CRI. Darüberhinaus Prüfungsrat DAeC und DULV und Bundesausbikdungsleiter in der ULKO des DAeC.
Zu 4.) Wenn man nur ganz wenig Zeit hat zu funken (bei 30 Strahlflugzeugen auf der Frequenz immer!) werden alle Füllwörter weggelassen!
Also zum Z.B.: KE eindrehen rechts quer 27. KE eindrehen entteil 27. KE rolle auf starte 27. Anstatt D-EIKE drehe ein in den Gegenaflug Piste 27 oder D-EIKE drehe ein in den rechten Queranflu Piste 27.
Ich brings meinen Schülern immer so bei, leider kommen zu unserm Platz EDKR immerwieder sehr viele (nicht nur Fremde), die das absolute Gegenbeispiel sind und meine Schüler wieder versagen.
Jedes Wort zu viel ist überflüssig und blockiert unnötig Sendezeit.
Wäre nett, wenn Du Deine Muster-Funksprüche entsprechend änderst und einem ganz alten Hasen in dieser Sache glauben schenkst....
Vielen Dank und beste Grüsse von der Alb (CRC Meßstetten)
Volker Engelmann, Elspe
Hallo Volker, danke für Deine unterstützenden, hilfreichen Worte. Auch habe ich Deine sehr einleuchtenden Vorschläge eingearbeitet. Leider habe ich ganz wenig Echo auf meine Mail bekommen.
Ein Grund könnte sei, es traut sich offensichtlich niemand etwas dagegen zu schreiben (zu sagen hintenrum schon!).
Die bessere Variante wäre, alle sind mit den Ausführungen vertraut und einverstanden und halten es für überflüssig sich dazu zu äußern.
Oder es liegt daran, das keine Geduld oder Zeit zum Klicken vorhanden ist, oder es keinen Plan zum Umgang mit gezippten Dateien (http://www.fliegermail.de/funk.zip) gibt.
Deshalb "trete" ich nochmal nach und hänge die wichtigsten Sachen als PDF Datei an. Die meisten habe ich mir nicht selber ausgedacht ! Viele Grüße aus Sachsen
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Hallo Eike, hattest du Feedback erwartet? Hab nicht viel Zeit, aber kurz soviel: ich habe deine Mail bei uns im Verein rundgemailt. Große Hoffnung habe ich aber nicht, da die gesamte Kleinluftfahrt in Deutschland bzw. in Europa (vielleicht mit Ausnahme der beneidenswerten Luftsportgeräte) so verreguliert wird, dass keiner mehr weiss was Sache ist. Da Normalität heutzutage das Komplexe, Komplizierte, Unlogische ist und der gesunde Pilotenverstand - ganz besonders bei der Wartung - in die Illegalität gedrängt wird, gedeihen die Wahnvorstellungen über Luftraum F oder Befugnisse der Flugleiter, die ja oft auch ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis an den Tag legen. Der größte Feind des Fliegers ist - der Flieger, hat ein von mir sehr geschätzter westdeutscher Altfluglehrer mal treffend gesagt. Da wir unseren Sport so toll finden, dass wir unsere alltäglichen Niederlagen mit der Imitation von Verkehrs- oder Kampfpiloten kompensieren müssen, wird der engagierteste Lobbymann, der versucht, Normalität in die Sache zu bringen, häufig durch neunmalkluge Fluganfänger in den Rücken geschossen. Zumindestens kann ich mir nur so erklären, warum es mit uns so weit gekommen ist, dass beispielsweise Fa. Limbach dieser Tage den Betrieb geschlossen hat, weil sie keine Ressoucen mehr hatten, um den behördlichen Anforderungen zu begegnen. Flieger und Steuerzahler haben offensichtlich die schlechtesten Lobbys. Glücklicherweise ist der genannte Unfall nicht die Regel. Leider hat es vor vielen Jahren mit Manfred Strößenreuther auch einen professionellen und höchst versierten Piloten getroffen, und zwar in ganz ähnlicher Form (Hoch-Tiefdeckerkollision ohne Chancen für alle Beteiligten). Vielleicht hätte Flarm etwas gebracht, aber auch dort ist bei zuviel Verkehr einmal Ende, und besser ist immer noch nach draußen schauen als auf piepsende Instrumente. Als Schlepperich von Segelflugzeugen wundere ich mich manchmal selbst über meine intuitive Fähigkeit, den Platzverkehr zu erfassen, denke aber, dass hier der Funkverkehr am Platz eine große Rolle spielt - irgendwann bildet sich das Platzgeschehen im Inneren Auge ab. Sowas ist lernbar. Also soll man die Hoffnung nicht aufgeben. Professionalität ist nicht, dass jeder Segelflieger beim BZF lernt, wie man einen Anflug auf Rhein-Main macht. Professionalität kommt der deutschen Luftfahrt immer mehr abhanden - aufgrund der Schreibtischtäter, die auf gut bezahlten, sicheren Posten sitzen, nicht ergebnisverantwortlich arbeiten müssen und von dort Dinge aushecken, die uns nur den Kopf schütteln lassen. Professionell sind die Hinweise von Praktikern, die immer mehr einen Gegenpol zu dem behördlich verordneten Schwachsinn darstellen. Professionell sind die kurzen gut überlegten Funksprüche der Militärpiloten. Daher ist deine Mail sehr wichtig. Sie stellt einen Gegenpol zu der allgemeinen Verunsichrung durch europäische Regelungswut dar. Es ist gut, aufzuzeigen, dass es zu diesem Behördenschwachsinn eine deutliche Alternative gibt.
Weiter so, beste Grüße Christoph S. P.S. Ich fliege übrigens auch seit 1969 und habe glücklicherweise noch nie einen tödlichen Unfall miterleben müssen. Hoffe sehr, dass es dabei bleibt, kann aber in diesem Kontext deine besondere Motivation gut verstehen
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Hallo Eike
Du hast in der Sache meiner Meinung nach total Recht. (Ich würde teilweise vielleicht noch die Höhenangaben zu deinen Funkbeispielen ergänzen wollen “DEVOL - Geradeausanflug 29 - 4 Meilen - 1800 ft).Alle Gesetze und Verordnungen stehen da voll hinter Dir und ich denke auch, dass es da bei manchen noch Wissenslücken bezogen auf Rechte und Pflichten gibt. Ich finde es sehr gut, dass Du so energisch auf dieses Thema aufmerksam machst. Grüße Benno
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Hallo Eike, glaube bitte nicht, dass es Desinteresse ist, wenn auf Deinen Aufruf bisher so wenig Antwort erfolgte. Und wenn ich nicht heute in meiner mail einen "persönlichen" Aufruf bekommen hätte, dann hättest Du auch von mir keine Reaktion gesehen, obwohl ich öfter auf Deiner Seite stöbere . . . Es ist wahrscheinlich eher so, dass viele von uns tief nachdenklich wurden und vielleicht auch mal in sich gegangen sind, denn irgendwann hat doch fast jeder mal Fehler bei der Annäherung an einen Flugplatz gemacht und sich vielleicht sogar in einzelnen Situationen wiedererkannt. Ich frage mich nur, wo die Leute manchmal ihre Augen haben. Wir fliegen doch nach Sichtflugregeln - das könnte sogar ohne Funk gehen, wenn alle an Bord mit hinausschauen. Ich habe manchmal den Eindruck, dass zuviel auf Bildschirme und Instrumente geachtet wird, statt auf den Flugbetrieb. Ich werde jedenfalls versuchen, in Deinem Sinne zu handeln und auch in meinem kleinen UL - Verein das Thema ansprechen. Allzeit guten Flug! Olaf , D-MNOK
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Hallo Eike,
wenn du mehr feedback möchtest: ich habe bei uns immer brav jeden Teil der Platzrunde gemeldet. Mir wurde aber zu verstehen gegeben, so viel Quasseln sei nicht üblich, wenn kaum ein anderer in der Platzrunde wäre. Habe überlegt und bleibe dabei: ich melde weiter jeden Teil und jedes Vorhaben. Bei uns ist so wenig los, dass das keinen anderen stören kann.
Aber es kann Leben retten, jedenfalls meines.
Ich erlebe oft, dass zwei Flieger zugleich Endanflug melden, ohne sich zu sehen und dennoch ungeniert weiterfliegen. Mir unverständlich. Viele Grüße Ingo
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Hallo Eike, du hast natürlich vollkommen Recht, und wem dies lästig ist, der ist nur dumm. Ich mache leider auch manchmal dieselben schlechten Erfahrungen an den Flugplätzen Norddeutschlands. Mir selbst ist das als Problem extrem aufgefallen seit ich vor 2 Jahren das erste Mal intensiv in den USA geflogen bin, dieses Jahr im März erneut. Im Sichtflug ist es in den USA einfach völlig normal und die Leute haben kapiert, dass man häufige Positionsmeldungen zu machen hat und dies nicht für den "Türmer", sondern für die anderen Piloten im örtlichen Verkehr. Konkret: Vergangenen März habe ich Trudeleinweisung in Henderson (Nähe Las Vegas) gemacht. Bevor wir unser Turnprogramm begannen, haben wir stets eine Blindmeldung auf der Frequenz des nächstgelegenen unkontrollierten Flugplatzes abgegeben "Boulder Traffic, Citabria November X-Ray, climbing to 7000 over Solar Panels for Aerobatics down to 5000, Boulder Traffic". Die Amis machen das ganz diszipliniert und jeder findet es normal. Ich weiß auch nicht warum bei uns manche Leute genervt sind wenn man das so tut. Ich habe aber keine Hemmungen und gebe nicht nur selbst Positionsmeldungen (auch mit Höhenangabe und Angabe ob sinkend oder steigend) und frage zB im Funk auch nach wo ein bestimmtes Flugzeug ist, wenn ich länger nichts von ihm gehört habe und es nicht sehe, es aber in meiner Nähe sein müsste. Viele Grüße und eine gute Rest-Saison! Jürgen
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